{"id":2558,"date":"2026-01-28T18:28:22","date_gmt":"2026-01-28T17:28:22","guid":{"rendered":"http:\/\/rogers.serverwaketo1001.de\/?post_type=immobilienlexikon&#038;p=2558"},"modified":"2026-03-31T19:26:44","modified_gmt":"2026-03-31T17:26:44","slug":"wirtschaftsplan","status":"publish","type":"immobilienlexikon","link":"https:\/\/rogers.serverwaketo1001.de\/en\/immobilienlexikon\/wirtschaftsplan\/","title":{"rendered":"Business plan"},"content":{"rendered":"<p><strong>Wer eine Eigentumswohnung verkauft, sollte seinen Wirtschaftsplan (Finanzplan) f\u00fcr die Immobilie genau kennen. Besitzer von Eigentumswohnungen werden Kaufinteressenten beim Immobilienverkauf bisweilen nicht nur erl\u00e4utern m\u00fcssen, warum Lage und Ausstattung der Wohnung den Kaufpreis rechtfertigen. Laufende Kosten sto\u00dfen in der Regel ebenfalls auf Interesse. Deshalb sollten Sie sich auf Fragen zum Wirtschaftsplan einstellen. Er definiert die H\u00f6he der zu leistenden Vorauszahlungen, mit denen die gemeinschaftlichen Ausgaben f\u00fcr eine Wohneigent\u00fcmergemeinschaft gedeckt werden sollen.<\/strong><\/p>\n<h2>Der Wirtschaftsplan f\u00fcr eine Immobilie zeigt Einnahmen und Ausgaben<\/h2>\n<p>Jede Wohnanlage mit Eigentumswohnungen hat ihre Einnahmen und Ausgaben durch laufende Kosten, die in einem Finanzplan erfasst werden. Die Einnahmen bestehenden aus dem sogenannten\u00a0<strong>Wohngeld<\/strong>, das bisweilen auch Hausgeld genannt wird. Das sind in der Regel\u00a0<strong>monatlich zu leistende Zahlungen zur Deckung der anfallenden Gemeinschaftskosten<\/strong>.<\/p>\n<p><strong>Bei einem\u00a0<a href=\"https:\/\/rogers.serverwaketo1001.de\/en\/immobilie-verkaufen-muenchen\/\">Real Estate Sales<\/a>\u00a0\u00fcbernimmt der K\u00e4ufer die Verpflichtungen des Verk\u00e4ufers, diese Zahlungen zu leisten<\/strong>. Wie hoch die sind, ergibt sich aus dem Wirtschaftsplan, auch Gesamtwirtschaftsplan genannt. Es handelt sich um eine Art Finanzplan, der j\u00e4hrlich zu erstellen ist. Dies ist eine Pflicht der Hausverwaltung. Die Grundlage dieser Pflicht ist Paragraf 28 des Wohnungseigentumsgesetzes. Eine abweichende Geltungsdauer ist m\u00f6glich.<\/p>\n<h2>Jeder Wirtschaftsplan enth\u00e4lt einen Einzelwirtschaftsplan<\/h2>\n<p>Die Verwaltung des Wohnungseigentums im Einzelnen ist im\u00a0<a href=\"https:\/\/rogers.serverwaketo1001.de\/en\/immobilienlexikon\/wohnungseigentumsgesetz\/\">Wohnungseigentumsrecht<\/a>\u00a0geregelt (siehe \u00a7\u00a7 20 bis 29 WEG). Dazu geh\u00f6ren die\u00a0<strong>Erstellung des Wirtschaftsplans<\/strong>\u00a0sowie die\u00a0<strong>j\u00e4hrliche Hausgeldabrechnung<\/strong>\u00a0f\u00fcr das zur\u00fcckliegende Wirtschaftsjahr. Ausgaben f\u00fcr eine Wohnanlage mit Eigentumswohnungen entstehen beispielsweise durch laufende Kosten f\u00fcr Energie, Stra\u00dfenreinigung und Hausverwaltungsdienste. Der Wirtschaftsplan stellt sie den Einnahmen gegen\u00fcber und\u00a0<strong>sollte mit der Bilanz m\u00f6glichst aufzeigen, dass die Wohnanlage wirtschaftlich gef\u00fchrt wird<\/strong>.<\/p>\n<p>In die Berechnung zur H\u00f6he des k\u00fcnftigen Wohngelds flie\u00dfen im Wirtschaftsplan auch Sch\u00e4tzungen zu voraussichtlichen Kostenerh\u00f6hungen im kommenden Kalenderjahr ein. Zum Wirtschaftsplan geh\u00f6rt zudem stets ein Einzelwirtschaftsplan, der bei einem Immobilienverkauf ebenfalls vom Kaufinteressenten thematisiert werden k\u00f6nnte. Im Einzelwirtschaftsplan, den der Wohnungseigent\u00fcmer f\u00fcr seine Wohnung erh\u00e4lt, wird die H\u00f6he des Wohngelds f\u00fcr die jeweilige Eigentumswohnung berechnet. Hierf\u00fcr ist auch der sogenannte\u00a0<strong>Kostenverteilungsschl\u00fcssel<\/strong>\u00a0wichtig.\u200b<\/p>\n<p>In diesem Zusammenhang wird die Ansparung der\u00a0<strong>Erhaltungsr\u00fccklage<\/strong>\u00a0auf monatlicher Basis vorgenommen. Jeder Eigent\u00fcmer einer WEG-Wohnung muss seine Zahlungspflichten erf\u00fcllen und zahlt monatlich einen Anteil auf die\u00a0<a href=\"https:\/\/rogers.serverwaketo1001.de\/en\/immobilienlexikon\/instandhaltungsruecklage\/\">Erhaltungsr\u00fccklage<\/a>\u00a0ein. Die H\u00f6he bestimmt der Wirtschaftsplan, der mit einer Eigent\u00fcmerversammlung beschlossen worden ist.<\/p>\n<h2>Welche Geltungsdauer hat ein Wirtschaftsplan?<\/h2>\n<p>Ein Wirtschaftsjahr muss nicht nur f\u00fcr das Folgejahr gelten. Eine Wohnungseigent\u00fcmergemeinschaft (WEG) darf beschlie\u00dfen, dass ihr\u00a0<strong>Wirtschaftsplan f\u00fcr das kommende Jahr so lange gilt, bis sie einen neuen beschlossen hat<\/strong>\u00a0\u2013 ohne weitere Befristung. Das erspart eine j\u00e4hrliche Aufstellung eines neuen Wirtschaftsplans und eine anschlie\u00dfende Abstimmung in der Eigent\u00fcmerversammlung. Die Hausverwaltung und die Miteigent\u00fcmer sollten darauf achten, dass der Finanzbedarf f\u00fcr Erhaltung des\u00a0<a href=\"https:\/\/rogers.serverwaketo1001.de\/en\/immobilienlexikon\/gemeinschaftseigentum\/\">Gemeinschaftseigentums<\/a>\u00a0ausreicht und keine Finanzierungsl\u00fccken entstehen.<\/p>\n<h2>Kostenverteilung: noch ein Thema beim Immobilienverkauf<\/h2>\n<p>Der Kostenverteilungsschl\u00fcssel ergibt sich aus der\u00a0<strong>Gemeinschaftsordnung<\/strong>\u00a0der Eigent\u00fcmergemeinschaft. Die Gemeinschaftsordnung definiert die Regeln des Zusammenlebens der Wohnungseigent\u00fcmer in der Wohnanlage. Sie legt beispielsweise\u00a0<strong>Sondernutzungsrechte<\/strong>\u00a0fest, indem sie bestimmt, wer die zur Anlage geh\u00f6renden Gartenfl\u00e4chen nutzen darf. Oder sie regelt das Thema \u201eTierhaltung in den Wohnungen\u201c. Wie der Name vermuten l\u00e4sst, regelt der Kostenverteilungsschl\u00fcssel die Verteilung anfallender Gemeinschaftskosten. Diese Kosten werden nicht unbedingt zu gleichen Teilen auf alle Eigent\u00fcmer in einer Wohnanlage aufgeteilt. Variieren k\u00f6nnen die Anteile beispielsweise aufgrund unterschiedlicher Wohnungsgr\u00f6\u00dfen bzw. der Miteigentumsanteile oder Verbrauchszahlen.<\/p>\n<p>Als potenzieller Verk\u00e4ufer sollte man sich bei einem Immobilienverkauf also darauf einstellen, dass der Interessent Fragen zum Wirtschafts- und Einzelwirtschaftsplan sowie zu f\u00fcr ihn relevanten Einzelthemen wie dem Verteilungsschl\u00fcssel stellen wird. Und es k\u00f6nnten noch mehr Fragen rund um den Wirtschaftsplan auftauchen.<\/p>\n<p>Der Kostenverteilungsschl\u00fcssel ergibt sich aus der\u00a0<strong>Gemeinschaftsordnung<\/strong>\u00a0der Eigent\u00fcmergemeinschaft. Die Gemeinschaftsordnung definiert die Regeln des Zusammenlebens der Wohnungseigent\u00fcmer in der Wohnanlage. Sie legt beispielsweise\u00a0<strong>Sondernutzungsrechte<\/strong>\u00a0fest, indem sie bestimmt, wer die zur Anlage geh\u00f6renden Gartenfl\u00e4chen nutzen darf. Oder sie regelt das Thema \u201eTierhaltung in den Wohnungen\u201c. Wie der Name vermuten l\u00e4sst, regelt der Kostenverteilungsschl\u00fcssel die Verteilung anfallender Gemeinschaftskosten. Diese Kosten werden nicht unbedingt zu gleichen Teilen auf alle Eigent\u00fcmer in einer Wohnanlage aufgeteilt. Variieren k\u00f6nnen die Anteile beispielsweise aufgrund unterschiedlicher Wohnungsgr\u00f6\u00dfen bzw. der Miteigentumsanteile oder Verbrauchszahlen.<\/p>\n<p>Als potenzieller Verk\u00e4ufer sollte man sich bei einem Immobilienverkauf also darauf einstellen, dass der Interessent Fragen zum Wirtschafts- und Einzelwirtschaftsplan sowie zu f\u00fcr ihn relevanten Einzelthemen wie dem Verteilungsschl\u00fcssel stellen wird. Und es k\u00f6nnten noch mehr Fragen rund um den Wirtschaftsplan auftauchen.<\/p>\n<h2>Diverse Aspekte des Wirtschaftsplans k\u00f6nnen zum Thema werden<\/h2>\n<p>Bei einem Gespr\u00e4ch mit einem Kaufinteressenten k\u00f6nnen sehr unterschiedliche Aspekte des Wirtschaftsplans zum Thema werden. So wird sich der eine Kaufinteressent vielleicht haupts\u00e4chlich f\u00fcr die anfallenden\u00a0<strong>Energiekosten<\/strong>\u00a0interessieren, w\u00e4hrend der andere den Hauptschwerpunkt auf\u00a0<strong>Kosten f\u00fcr die Dienste der Hausverwaltung<\/strong>\u00a0legt. Ein weiteres Thema k\u00f6nnte die H\u00f6he einer ebenfalls zu den Kosten z\u00e4hlenden\u00a0<strong>Maintenance reserve<\/strong>\u00a0sein. Sie dient dazu,\u00a0<strong>m\u00f6gliche Sanierungen<\/strong>\u00a0finanzieren zu k\u00f6nnen. Eine relativ hohe Instandhaltungsr\u00fccklage kann f\u00fcr potenzielle K\u00e4ufer ein Indiz daf\u00fcr sein, dass in Zukunft verst\u00e4rkt mit Sanierungsarbeiten gerechnet wird. Wer eine Eigentumswohnung optimal vermarkten m\u00f6chte, sollte sich auf die verschiedensten m\u00f6glichen Fragen von Interessenten bei einem Immobilienverkauf einstellen und bereits im Vorfeld \u00fcberlegen, wie er passend auf Basis der Faktenlage antwortet.<\/p>\n<p>Wichtig ist Ehrlichkeit. Nat\u00fcrlich kann man bestehende Vorz\u00fcge einer Wohnung bei einem Immobilienverkauf hervorheben. Aber man darf\u00a0<strong>m\u00f6gliche M\u00e4ngel nicht verschweigen<\/strong>\u00a0und muss letztlich daf\u00fcr sorgen, dass der Interessent eine souver\u00e4ne Kaufentscheidung treffen kann. Daf\u00fcr sollte man bei jedem Gespr\u00e4ch mit einem Interessenten Unterlagen wie den Wirtschaftsplan vorlegen k\u00f6nnen.<\/p>\n<h2>Der Wirtschaftsumlage und die Sonderumlage<\/h2>\n<p>Wenn die geplanten Kosten im Wirtschaftsplan nicht ausreichen, weil neue Ma\u00dfnahmen entstehen, kann eine\u00a0<a href=\"https:\/\/rogers.serverwaketo1001.de\/en\/immobilienlexikon\/sonderumlage\/\">Special assessment<\/a>\u00a0von Wohnungseigent\u00fcmern im Laufe einer Wirtschaftsperiode beschlossen werden. Somit dienen Sonderumlagen vorrangig der Begleichung au\u00dfergew\u00f6hnlicher oder nicht vorhergesehener Finanzierungsl\u00fccken.<\/p>\n<h2>Zum Abschluss: ein Tipp f\u00fcr Immobilienk\u00e4ufer!<\/h2>\n<p>Das Thema \u201eWirtschaftsplan\u201c wurde vor allem f\u00fcr Immobilienverk\u00e4ufer dargestellt. Aber es spielt nat\u00fcrlich nicht nur beim Immobilienverkauf, sondern auch beim Immobilienkauf eine Rolle.<strong>\u00a0Als potenzieller K\u00e4ufer sollte man vor einer Kaufentscheidung genau wissen, welche wiederkehrenden Zahlungspflichten auf einen zukommen.<\/strong>\u00a0Um einen guten \u00dcberblick \u00fcber die Bewirtschaftung der Immobilie zu erhalten, ist es ratsam, den Wirtschaftsplan mit der Jahresabrechnung abzugleichen. Das sch\u00fctzt vor unliebsamen \u00dcberraschungen und sorgt daf\u00fcr, dass man eine gute Entscheidung trifft.<\/p>","protected":false},"featured_media":2578,"template":"","meta":{"_acf_changed":false},"class_list":["post-2558","immobilienlexikon","type-immobilienlexikon","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/rogers.serverwaketo1001.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/immobilienlexikon\/2558","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/rogers.serverwaketo1001.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/immobilienlexikon"}],"about":[{"href":"https:\/\/rogers.serverwaketo1001.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/immobilienlexikon"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/rogers.serverwaketo1001.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2578"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/rogers.serverwaketo1001.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2558"}],"curies":[{"name":"WP","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}