{"id":2001,"date":"2026-01-27T13:34:11","date_gmt":"2026-01-27T12:34:11","guid":{"rendered":"http:\/\/rogers.serverwaketo1001.de\/news\/solarpflicht-bei-dachsanierung-finanzielle-vorteile-durch-foerderungen-und-kfw-kredite-in-2025\/"},"modified":"2026-05-18T19:55:47","modified_gmt":"2026-05-18T17:55:47","slug":"grundsteuerreform","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/rogers.serverwaketo1001.de\/en\/immobilieneigentuemer\/grundsteuerreform\/","title":{"rendered":"Die Grundsteuerreform \u2013 Wissenswertes f\u00fcr Immobilienbesitzer"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die Reform der Grundsteuer beschloss der Bundestag mit gro\u00dfer Mehrheit am 18. Oktober 2019. Anlass war ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts im April 2018, das die bisher geltende Regelung wegen einer \u201egravierenden Ungleichbehandlung\u201c von Immobilienbesitzern f\u00fcr verfassungswidrig erkl\u00e4rte. Voraussichtlich wird die neue Berechnung 2025 in Kraft treten und alle Haushalte im gesamten Bundesgebiet betreffen \u2013 sowohl Eigent\u00fcmer wie auch Mieter, da die Steuer auf die Miete umgelegt werden kann.<\/strong><\/p>\n<h2>Warum verst\u00f6\u00dft die geltende Grundsteuer gegen das Grundgesetz?<\/h2>\n<p>Nach dem bisher angewendeten Modell berechnet sich die H\u00f6he der Abgaben f\u00fcr einen Immobilienbesitzer nach unterschiedlichen Faktoren wie die Art des Grundst\u00fccks, die Bebauung und dem Hebesatz einer Kommune. Dar\u00fcber hinaus besteht ein Unterschied zwischen den alten und den neuen Bundesl\u00e4ndern, da unterschiedliche Steuers\u00e4tze gelten: Im ehemaligen Westdeutschland sind diese durch das Grundsteuergesetz von 1973 definiert, w\u00e4hrend in den neuen L\u00e4ndern die 1935 erlassene Vorschrift f\u00fcr die Erhebung der Steuermesszahlen auf Grund- und Immobilienbesitz Anwendung findet.Problematisch sah das Gericht allerdings in erster Linie die Verwendung von veralteten Einheitswerten. Eigentlich sieht das Gesetz eine Neubewertung von Immobilien in einem regelm\u00e4\u00dfigen Turnus von sechs Jahren vor \u2013 faktisch wurde diese wegen des hohen Aufwands nur in Ausnahmen wie umfassenden Sanierungen, Neubauten oder dem Aufteilen bestehender Objekte auf mehrere Eigent\u00fcmer vorgenommen. Aufgrund dieser fehlenden Aktualit\u00e4t gelten f\u00fcr einige Grundst\u00fccke und Bauwerke Berechnungen, die mehrere Jahrzehnte zur\u00fcckliegen und nicht die aktuelle Entwicklung widerspiegeln. Das f\u00fchrte dazu, dass \u00e4hnliche Immobilien von der Grundsteuer vollst\u00e4ndig unterschiedlich betroffen sind \u2013 statt eines Realwerts ist das Baujahr und das Datum der Feststellung entscheidend.<\/p>\n<h2>Wer profitiert direkt von der Grundsteuer?<\/h2>\n<p>Eine Begr\u00fcndung f\u00fcr die Einziehung der Grundsteuern ist, dass die Kommunen f\u00fcr ihre Einwohner eine angemessene Infrastruktur zur Verf\u00fcgung stellen m\u00fcssen \u2013 also Wege bauen und erhalten, \u00f6ffentliche Verkehrsmittel bereitstellen und die Energie- und Wasserversorgung sicherstellen und \u00fcberwachen. Diese Leistungen, von denen die Allgemeinheit und jeder Bewohner profitieren, sollen die Kommunen durch die Einnahmen aus der Grundsteuer erbringen. Es handelt sich deshalb um eine kommunale Steuer, die in die Kassen der \u00f6rtlichen Verwaltung flie\u00dft.<\/p>\n\n\t<section class=\"section no-print kontaktieren  nehmen col-pb-0 pt-80 pb-40\" id=\"section_615333447\">\n\t\t<div class=\"section-bg fill\" >\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\n\n\t\t<\/div>\n\n\t\t\n\n\t\t<div class=\"section-content relative\">\n\t\t\t\n\n<div class=\"row align-middle\"  id=\"row-1614162022\">\n\n\n\t<div id=\"col-952459\" class=\"col medium-8 small-12 large-8\"  data-animate=\"fadeInUp\">\n\t\t\t\t<div class=\"col-inner\"  >\n\t\t\t\n\t\t\t\n\n\t<div id=\"text-2025321717\" class=\"text h2-p\">\n\t\t\n\n<p>Contact us \u2013 we are always available<\/p>\n\t\t\t<\/div>\n\t\n\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\n\t\n\n\t<div id=\"col-1747858977\" class=\"col medium-4 small-12 large-4\"  data-animate=\"fadeInUp\">\n\t\t\t\t<div class=\"col-inner\"  >\n\t\t\t\n\t\t\t\n\n\n\t\t<div class=\"icon-box featured-box icon-box-center text-center\"  >\n\t\t\t\t\t<div class=\"icon-box-img\" style=\"width: 260px\">\n\t\t\t\t<div class=\"icon\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"icon-inner\" >\n\t\t\t\t\t\t<img decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"175\" src=\"https:\/\/rogers.serverwaketo1001.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Kontakt-300x175.png\" class=\"attachment-medium size-medium\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/rogers.serverwaketo1001.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Kontakt-300x175.png 300w, https:\/\/rogers.serverwaketo1001.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Kontakt.png 720w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"icon-box-text last-reset\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\n\n<p><a href=\"http:\/\/rogers.serverwaketo1001.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Path-219973.svg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-537\" src=\"http:\/\/rogers.serverwaketo1001.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Path-219973.svg\" alt=\"\" \/><\/a><\/p>\n<a href=\"\/en\/kontakt\/\" class=\"button primary\" >\n\t\t<span>CONTACT US<\/span>\n\t<\/a>\n\n\n\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\t\n\t\n\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\n\t\n\n<\/div>\n\n\t\t<\/div>\n\n\t\t\n<style>\n#section_615333447 {\n  padding-top: 30px;\n  padding-bottom: 30px;\n}\n<\/style>\n\t<\/section>\n\t\n<h2>Was ist die \u00d6ffnungsklausel?<\/h2>\n<p>Die \u00d6ffnungsklausel ist urspr\u00fcnglich ein Instrument aus dem Tarifgesetz, das es zul\u00e4sst, bei verschiedenen Bedingungen von der allgemeinen Regelung abzuweichen. Sie erm\u00f6glicht es, entsprechend den lokalen Gegebenheiten in einem fest definierten Rahmen von der einheitlichen Grundlage abzuweichen und eigene Priorit\u00e4ten zu setzen. Konkret bedeutet dies, dass die nationale Gesetzgebung lediglich einen Rahmen vorgibt, innerhalb dessen sich die untergeordneten Instanzen nach eigenem Ermessen bewegen k\u00f6nnen.Besonders das Bundesland Bayern bestand bei der Reform der Grundsteuer darauf, dass durch die \u00d6ffnungsklausel ein Freiraum geschaffen wird, innerhalb dessen die Beteiligten agieren k\u00f6nnen. Ein Argument daf\u00fcr war, dass eine bundesweit einheitliche Bestimmung die regionalen Unterschiede auf nicht ausreichend reflektieren k\u00f6nne und deshalb in jedem Fall eine kommunale Anpassung erforderlich mache.<\/p>\n<h2>Welche Kontroversen existieren um die Grundsteuerreform?<\/h2>\n<p>Es ist partei\u00fcbergreifend unbestritten, dass das derzeitige Modell nicht zeitgem\u00e4\u00df ist und dringend ver\u00e4ndert werden muss, um Steuergerechtigkeit herzustellen. Es bestehen allerdings erhebliche Differenzen \u00fcber die Art der Anwendung und der Umlage auf den Mieter. In der Diskussion haben sich vor allem in zwei Punkten kontr\u00e4re Standpunkte herausgebildet. Der Erste befasst sich mit der Frage, ob die Grundsteuer weiterhin als Nebenkosten auf Mieter umgelegt werden darf. Der Zweite betrifft den L\u00e4nderfinanzausgleich, der sich ebenfalls aus dem Steuereinkommen berechnet. Erheben finanzstarke Bundesl\u00e4nder nur eine niedrige Basissteuer, m\u00fcssen sie weniger in diesen Fond einzahlen \u2013 Kritiker bef\u00fcrchten, dass dieses Verfahren f\u00fcr politische Zwecke missbraucht werden k\u00f6nnte.<\/p>\n<h2>Wie wirkt sich die Grundsteuerreform konkret auf Immobilienbesitzer aus?<\/h2>\n<p>Es sind noch nicht alle Details der k\u00fcnftigen Erhebung bekannt, da diese \u2013 wie oben dargestellt \u2013 lediglich einen verbindlichen Rahmen vorgibt. Ziel ist in erster Linie, die Steuer innerhalb einzelner Bezirke zu vereinheitlichen, w\u00e4hrend die konkrete H\u00f6he nach wie vor dem entsprechenden Wohnort abh\u00e4ngt. Aus diesem Grund ist noch nicht abzusch\u00e4tzen, ob sich die Belastung f\u00fcr den Besitzer einer Immobilie erh\u00f6hen oder verringern wird. Zun\u00e4chst sollen alle Immobilien bis 2022 neu evaluiert werden, um den aktuellen Grundst\u00fcckswert zu ermitteln. Sollte sich allerdings bis zum 1. Januar 2020 keine Mehrheit in dem Bundesrat finden, fiele die Grundsteuer ersatzlos weg.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Reform der Grundsteuer beschloss der Bundestag mit gro\u00dfer Mehrheit am 18. Oktober 2019. 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