Neue Pläne für die McGraw-Kaserne in Giesing
In München-Giesing nimmt ein großes Immobilienprojekt Fahrt auf. Etwa 1.000 Wohnungen werden in den kommenden Jahren auf dem Areal der ehemaligen McGraw-Kaserne entstehen. Für den ersten von drei Bauabschnitten fand kürzlich ein städtebaulicher Wettbewerb statt. Gewonnen hat ihn ein Entwurf von zwei Berliner Architekturbüros und eines Büros für Landschaftsarchitektur aus Hamburg. Er sieht den Bau von 345 Wohnungen sowie eines Wohnheims für Staatsbedienstete in Giesing vor.
Um welches Areal in Giesing handelt es sich?
Der erste Bauabschnitt befindet sich zwischen der Warthofstraße, der Stadelheimer und der Tegernseer Landstraße im sogenannten McGraw-Graben. Das Areal liegt im Süden der ehemaligen McGraw-Kaserne. Sie wurde bis 1992 von den US-Streitkräften in München genutzt und war unter anderem Standort einer Hochschule des staatlichen „University of Maryland” Systems.
Seit Abzug der US-Amerikaner gehört das Kasernengelände in Giesing dem Land Bayern. Auf Teilen des Geländes befinden sich derzeit unter anderem Dienststellen der Polizei sowie Institutionen wie die staatliche Bauverwaltung, die auch in Zukunft erhalten bleiben.
Was soll gebaut werden?
Neben den 345 Wohnungen und dem Wohnheim mit 215 Apartments sollen im ersten Bauabschnitt Nahversorger Flächen mit einer Größe von 4.040 Quadratmetern entstehen. Ebenfalls geplant sind zwei Kindertageseinrichtungen und Tiefgaragen für 628 Pkws. Bauherr des Projekts ist das Unternehmen Stadibau GmbH, das sich um den Wohnungsbau für Staatsbedienstete kümmert.
Eckdaten des Nutzungskonzepts für das Areal wurden im Juni 2018 vom Planungsausschuss sowie von der Vollversammlung des Stadtrates München beschlossen. Anschließend folgte der städtebauliche Wettbewerb. Er diente zugleich als Architektenwettbewerb, bei dem über die konkrete Bebauung entschieden wurde. Das Ergebnis des Wettbewerbs wurde am 14. Dezember in einer Pressemitteilung auf der Website des Bayerischen Staatsministeriums für Wohnen, Bau und Verkehr veröffentlicht. Das Preisgericht ermittelte den Siegerentwurf aus den Arbeiten von zehn Wettbewerbsteilnehmern. Der Entwurf stammt von den beiden Berliner Architekturbüros „Teleinternetcafe Architektur und Urbanismus” und MLA sowie vom Unternehmen Treibhaus Landschaftsarchitekten Hamburg.
Bayerns Bauminister Dr. Hans Reichhart verspricht sich durch das Projekt eine Aufwertung der Gegend. „Ich stelle mir hier ein gut durchmischtes lebenswertes Wohnviertel vor, das nur wenige U-Bahn Minuten vom Marienplatz entfernt ist”, kommentierte er das Ergebnis des Wettbewerbs.
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McGraw-Kaserne: Wie sehen die nächsten Schritte aus?
Der Freistaat Bayern handelt nun die konkreten Konditionen der Zusammenarbeit mit den Wettbewerbssiegern aus. „Über Bauzeit und Kosten könne man derzeit keine seriösen Angaben machen”, zitierte die Süddeutsche Zeitung am 18. Dezember 2018 eine nicht näher benannte Ministeriumssprecherin. Noch in diesem Jahr soll der Baugrund in Giesing vorbereitet werden. Zugleich ist 2019 der Abbruch maroder Bestandsbauten geplant.
Was geschieht in den anderen Bauabschnitten?
Nördlich vom ersten Bauabschnitt befindet sich der zweite Teilbereich des Bauvorhabens, für den 2019 eine Machbarkeitsstudie erstellt wird. Die noch zu gründende Firma BayernHeim GmbH soll hier im Rahmen staatlicher Wohnraumförderung Wohnungen bauen. Im dritten Bauabschnitt wird die Stadibau die ehemalige University of Maryland auf dem ehemaligen Militärgelände in Giesing umbauen, um hier etwa 150 Wohnungen zu schaffen.
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